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KinderKulturMonat Berlin

Pressemitteilung: Streichungen beim KinderKulturMonat

Pressemitteilung: Streichungen beim KinderKulturMonat: Das bricht ab heute alles weg

Berlin, 01.04.2025

Pressemitteilung vom 01.04.2025


Streichungen beim KinderKulturMonat: Das bricht ab heute alles weg…


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Nach langer Zitterpartie zeichnet sich ab: Die Kürzungen im Berliner Bildungshaushalt treffen den KinderKulturMonat hart. Zwar kann ein Festivalprogramm an den Wochenenden stattfinden, zentrale Teilprojekte und Strukturen wurden jedoch gestrichen: Betroffen sind die KinderKultur-Parcours für Schulklassen und Kitagruppen sowie zahlreiche Kooperationen mit Jugend- und Familienzentren – Netzwerke, die es stabil in allen Berliner Bezirken gab.

„Die Streichung der Grundfinanzierung zum 1. April in den Bereichen Schule, Kita, Jugend und Familie geht ans Eingemachte“, sagt Chris Benedict, Projektleiterin des KinderKulturMonats. „Diese Brücken und Verbindungen haben das Projekt getragen, denn der Anspruch war stets, insbesondere Kinder und Familien aus benachteiligten Kontexten zu erreichen und ihre Teilhabe zu ermöglichen.“

Die Kooperationen waren Teil des Projekts „KinderKulturMonat-Netzwerke“, das gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie entwickelt und nun in vollem Umfang gestrichen wurde. Damit fällt ein über 15 Jahre aufgebautes gesamtstädtisches Netz auseinander.

Konkret betroffen sind die KinderKultur-Parcours, die in den letzten Jahren mit 30 kooperierenden Grundschulen und 15 Partner-Kitas durchgeführt wurden. All diese künstlerischen Projektwochen werden nun nicht mehr stattfinden können. Auch die langjährige Zusammenarbeit mit 54 Jugend- und Familieneinrichtungen, viele davon in unterschiedlichen Stadtrandlagen, muss abgesagt werden. Dadurch können auch keine Schnupperkurse vor Ort und keine ehrenamtlich begleiteten Ausflüge zu Kulturorten mehr organisiert werden. Darüber hinaus können mobile Angebote für Stadtteile, in denen Kulturangebote rar sind, nicht realisiert werden. Die nun fehlenden Formate ermöglichten es in den vergangenen Jahren, auch jene Kinder zu erreichen, die in Außenbezirken leben oder denen der Zugang zu Kulturorten aufgrund anderer Barrieren verwehrt blieb.

Die Streichungen bedeuten nicht nur das abrupte Ende gewachsener Strukturen in der Stadt, sondern auch im Projekt selbst: Arbeitsplätze, Ressourcen und Räume gehen von heute auf morgen in der kulturellen Bildungslandschaft Berlins verloren.

Der KinderKulturMonat 2025 wird so leider deutlich weniger Kinder an den vertrauten Orten ihrer Nachbarschaft erreichen können. Damit fehlen ihnen nachhaltige Chancen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und bisher unbekannte Kulturorte für sich zu entdecken. Das raubt dem einzelnen Kind, aber auch der Stadtgesellschaft als Ganzes eine wertvolle Perspektive, die in der einzigartigen Kunst- und Kulturwelt Berlins angelegt ist.


Pressekontakt:
Karina Fenner
E-Mail: presse@kinderkulturmonat.de
Tel: (030) 2352 6550